Bewegung ist ein Grundbedürfnis und ein zentrales Lernfeld für Kinder. Sie lernen durch Bewegung nicht nur ihren Körper kennen, sondern entwickeln gleichzeitig auch Selbstvertrauen, Ausdauer und Konzentration. Körperliche Aktivität fördert das Zusammenspiel von Gehirn und Muskelsteuerung, was sich direkt auf schulisches Lernen – etwa Schreiben und Rechnen – auswirkt.
Sowohl grobmotorische (Laufen, Springen) als auch feinmotorische (Greifen, Schneiden, Zeichnen) Fähigkeiten sollten altersgerecht gefördert werden. Bewegung stärkt zudem die Selbstregulation: Ein Kind, das sich austoben kann, kann sich anschließend besser konzentrieren.
Beispiel: Wenn ein Kind mit Bausteinen spielt, stärkt es nicht nur die Feinmotorik, sondern auch Konzentration und Planung. Beim Balancieren lernt es Gleichgewicht und Selbstkontrolle.
Kissen-Parcours, auf einer Linie balancieren, Tierbewegungen nachmachen.
Kneten, mit Fingerfarben malen, Perlen auffädeln, Papier reissen.
Rennen, klettern, balancieren im Park oder Wald – jedes Gelände bietet Bewegungsanreize.
Tisch decken, Wäsche aufhängen – fördert gezielte Handbewegungen.
Tanzen, Klatschen oder Reime mit Bewegungen („Himpelchen und Pimpelchen...“).
Kinder können gleichzeitig Verschiedenes lernen. Besonders, wenn mehrere Sinne mit im Spiel sind und wenn sie sich die Aufgabe selber stellen.
Kinder brauchen Sicherheit und dosierte Zumutungen. Sie brauchen Wurzeln und Flügel. So lässt sich mit der Zeit vieles selbständig meistern.